Start für Flensburg Marathon und den Staffellauf zu Waldorf 100

Läuferin im Nationaltrikot:
Josefina Elsler
Foto: Anselm Klein

In Kooperation mit den »Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners« wird das Sportprojekt zu einem überregionalen Spendenlauf, bei dem die Sportler für jeden zurückgelegten Streckenabschnitt kleine und große Spenden sammeln, die Waldorfprojekten rund um den Globus zugute kommen. Am Waldorf 100-Staffellauf nun darf jeder teilnehmen, egal ob Schülerin oder Schüler, Eltern, Lehrerin oder Lehrer. Da die Streckenabschnitte unterschiedliche Distanzen aufweisen, gelten bei diesem besonderen "Staffellauf" auch andere Fortbewegungsmittel als die eigenen Füße, so zum Beispiel Fahrräder, Einräder, Inline-Skates, Pferde oder Boote, teilen die Veranstalter mit. So nutzt zum Beispiel die Freie Waldorfschule Greifswald Drachenboote, um von Greifswald "staffellaufend" nach Berlin zu kommen.

Organisiert wird der Staffellauf übrigens vom Waldorf 100-Team beim Bund der Freien Waldorfschulen und Josefina Elsler (Foto oben), die selbst als Profi-Leichtathletin schon viel Erfahrung mit Staffelläufen sammeln konnte. »Ich freue mich riesig, als ehemalige Sportlerin dieses einmalige Projekt mit organisieren zu dürfen", sagt sie. Auf welche Weise die Distanzen zurückgelegt werden, sei egal, nur ein Motor dürfe nicht genutzt werden, so Josefina Elsler, die übrigens selber Waldorfschülerin in Flensburg war. "Ich freue mich darauf, mit den Waldorfschulen ein Sportevent auf die Beine zu stellen, welches über die Leistung des Einzelnen hinaus geht, wo die Vernetzung der Schulen und das gemeinsame Erreichen eines sportlichen Zieles im Vordergrund steht."

Initiator Stefan Riedel
Foto: E.Riedel

Initiator des für Norddeutschland einmaligen Marathons in der Fördestadt ist mit Stefan Riedel (Foto) übrigens auch jemand, dem Waldorf nicht ganz unbekannt ist. Der Flensburger Marathonläufer ist im Trägervereinsvorstand der Flensburger Waldorfschule, Schülervater und Mitarbeiter, beispielsweise im Rahmen der offenen Ganztagsschule, und war mit Flensburger Waldorfschülern insgesamt 15 mal beim Schulstaffelmarathon auf Helgoland dabei. Zudem ist er Kletterwart des Deutschen Alpenvereins. So verwundert es wenig, dass er bei seinem Marathon für die Waldorfschulen und den DAV Sonderwertungen aufgelegt hat.

„Überglücklich" hatte Riedel zum 2. Flensburg liebt dich Marathon 2018 eingeladen. "Nach der stimmungsvollen Premiere 2017 haben wir das Angebot erweitert und planten Verbesserungen im Detail. Wir befinden uns“, so Riedel, „auf dem besten Wege, dieses Event als Deutschlands nördlichsten Marathon zu etablieren. Dank großzügiger Unterstützer, tatkräftiger Partner, der hilfswilligen Crew, des zupackenden Teams und Euch, der laufenden Teilnehmer, wird das gelingen.“

Alle Infos auf einen Klick:
Homepage zu Waldorf 100

Nicht zuletzt dankten Riedel und sein Team dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther für die Übernahme der Schirmherrschaft und die Teilnahme in der Promistaffel. fy 21.0618

1. Flensburg liebt Dich Marathon

In der weltberühmten Flensburger Norderstraße mit ihren Schuhleinen hängen seit 2017 auch Laufschuhe
Foto: S.Riedel

Flensburg. - Zum 1. Flensburg liebt Dich Marathon werden am Pfingstwochenende rund 2.500 Läuferinnen und Läufer erwartet. Es ist der erste Stadtlauf seit 2008. Der Lauf startet am Pfingstsonntag, 4. Juni 2017, auf dem Südermarkt in der Stadt an der Förde.
42,195 Kilometer mit maritimem Flair: Der SV Freie Waldorfschule Flensburg bringt den Marathon zurück an die Flensburger Förde. "Marathon-Man" Stefan Riedel, einst Demeterlandwirt, heute Erzieher, Vater und Vorstand an der Flensburger Waldorfschule, holte den Bund der Freien Waldorfschulen und den Deutschen Alpenverein mit ins Boot an der Förde. Der Flensburger OB, Sportvereine, Behörden und örtliche Verbände zogen ebenfalls am selben Strang.
Es werden drei verschiedene Strecken angeboten: Marathon, Halbmarathon und ein Staffelmarathon, bei dem sich zwischen 2 und 7 Läufer die Marathon-Strecke aufteilen. Insgesamt sind drei Runden à 14 km plus 195 m Zielzugabe auf der fantastischen Strecke zu absolvieren, die durch die Innenstadt, über die Marineschule und am Hafen entlangführt, ehe der Zieleinlauf auf dem Südermarkt genossen werden kann.
Das Laufen hat übrigens an der nördlichsten Waldorfschule im Bundesgebiet eine lange Tradition. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Marathonlaufes, einen Handzettel zum Ausdrucken und Werbung machen gibt es hier. fy 15.05.2017

Parzival für alle

Mit dem Titel "Parzival für alle" ist die erste von drei Einführungsveranstaltungen am Samstag, 25. Juni 2016, 10-18 Uhr, im Hamburger Lehrerseminar zum Thema "Inklusive Pädagogik für tätige HeilpädagogInnen und WaldorflehrerInnen" überschrieben. Inklusion ist die neue Herausforderung für alle pädagogischen Professionen.
Wie bilden sich inklusive Prozesse in der Zusammenarbeit von Heil-, SonderpädagogInnen, PädagogInnen und FörderlehrerInnn ab? Vor einiger Zeit traten KollegInnen aus der Region Nord zu einer Konferenz im Hamburger Waldorfseminar zu diesem Thema zusammen.
Ausgehend davon lädt nun das Seminar für Waldorfpädagogik Hamburg ein zu einem Austausch über diese und weitere Fragen im Rahmen von drei Samstag-Workshops (Sa, 25.06.16; Sa 10.09.16; Sa 05.11.,16). Neben der inhaltlichen Arbeit soll auch Ziel der Veranstaltungen sein, herauszufinden, ob eine Fortbildung für tätige HeilpädagogInnen und WaldorflehrerInnen zu diesem Thema in der Region Nord initiiert werden muss, schreiben die beiden Initiatoren Maud Beckers vom Projekt “Entwicklungsimpulse für eine inklusive Waldorfpädagogik“ im Bund der Freien Waldorfschulen und Jürgen Lohmann vom Seminar für Waldorfpädagogik Hamburg.
Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen, die aus Mitteln des Inklusionsprojekts des BdFWS finanziert wird, ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl unbedingt erforderlich! fy 25.05.2016

Was ist ein Trauma?

Zu einem Vortragsabend mit dem anthroposophischen Arzt Martin Straube lud das Heilpädagogische Förderzentrum Friedrichshulde am Dienstag, 8. März, 20 Uhr, in seine Räume in Schenefeld in der Lindenallee 96. Straube, erfahren als Schularzt und Ausbilder von Heilpädagogen und heilpädagogischen Lehrern, sprach zum Thema "Ansätze zu einer Traumpädagogik". Straube war selbst mehrfach mit den "Freunden der Erziehungskunst Karlsruhe" in Gaza. Sein Anliegen: durch eine lebendige Menschenkunde den Menschen tiefer zu verstehen und aus diesem Verständnis heraus Handlungsoptionen abzuleiten, sowohl in salutogenetischer, medizinischer als auch in pädagogischer Hinsicht. fy 09.03.2016

Notfall- und Traumapädagogik als Schwerpunktthema

Unter anderem mit dem Thema Notfall- und Traumapädagogik im Zusammenhang mit der Beschulung von Flüchtlingskindern an den schleswig-holsteinischen Waldorfschulen befasste sich auch die Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft am Montag, 01. Februar 2016. Zielsetzung: eine Konzeptarbeit für die Beschulung von Flüchtlingskindern. fy 02.02.2016

„Bundesland Waldorf“ hat mehr Schüler als Bremen

Wiesbaden/Stuttgart/Hamburg. Ein Plus von rund 13,5 Prozent haben die deutschen Waldorfschulen bei ihren Schülerzahlen im letzten Jahrzehnt zu verzeichnen, ihre Zahl stieg von 74.703 im Schuljahr 2002/03 auf 84.763 im Schuljahr 12/13. Diese Zahl hat der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) jetzt veröffentlicht.
Thomas Rohloff, Leiter der Abteilung Bildungsdaten und -analysen beim BdFWS weist darauf hin, dass die Zahl der SchülerInnen aller Waldorfschulen inzwischen mit den Schülerzahlen der kleineren Bundesländer mithalten kann: „Das ‚Bundesland Waldorf’ wäre zur Zeit zwischen Bremen und Saarland anzusiedeln. Im Schuljahr 2012/13 hatte Bremen z.B. 65.716 Schüler, die Freien Waldorfschulen 84.763 und das Saarland 94.352, so gesehen wären die Waldorfschulen das neue 16. und Bremen das 17. Bundesland.“ Die Vergleiche mit den offiziellen Daten des Statistischen Bundesamts würden für die Waldorfschulen noch günstiger ausfallen, so Rohloff, wenn die heilpädagogischen Schulen in der Statistik Berücksichtigung fänden.
„Freie Schulen sind in Deutschland keine exotische Ausnahme mehr, sondern mitten in der Zivilgesellschaft angekommen, und daran haben auch die Waldorfschulen ihren Anteil“, betont Henning Kullak-Ublick vom Vorstand des BdFWS. Dem Elternwillen, der hier zum Ausdruck komme, müsse von Seiten der Politik Rechnung getragen werden, z.B. durch eine angemessene Finanzierung der freien Schulen, die allen Familien den Zugang ermögliche. Das Elternvotum richte sich auch deutlich gegen Standardisierung und Vereinheitlichung. „Monokulturen führen zur Verarmung, Vielfalt hingegen zu einer lebendigen Entwicklung – in der Kultur nicht weniger als in der Natur“, heißt es dazu in den „7 Kernforderungen an die Bildungspolitik“ des BdFWS. 
Die Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft sind im Berichtszeitraum auf insgesamt 730.900 gestiegen, das entspricht einem Zuwachs um 23,8 Prozent. Diese Entwicklung verlief – so die Angaben der Abteilung Bildungsdaten und -analysen des BdFWS – in den alten und neuen Bundesländern sehr verschieden: In den alten Ländern stieg die Zahl der Schüler an freien Schulen um 13,8 Prozent, in den neuen Ländern sogar um 122,3 Prozent. Damit hat sich der Anteil der SchülerInnen für die alten Länder von 6,7 auf 8,5 Prozent erhöht, die der neuen Länder sogar von 3,1 auf 8,9 Prozent.Insgesamt steigerte sich der Anteil der SchülerInnen freier Schulen bezogen auf die Gesamtschülerzahl in diesem Zeitraum von 6 auf 8,5 Prozent. In den einzelnen Bundesländern ist dieser Anteil sehr unterschiedlich, an der Spitze stehen Bayern (11,6 Prozent), Hamburg (10,6 Prozent), Bremen (10,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent), gefolgt von Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Sachsen mit rund 9 Prozent. Die Schlusslichter der Statistik bilden Hessen (6,9 Prozent), Niedersachsen (6 Prozent) und Schleswig-Holstein (4,6 Prozent).
Die Entwicklung der freien Schulen ist aus der Sicht des BdFWS umso bemerkenswerter, als das Statistische Bundesamt im Zehnjahreszeitraum einen Rückgang der Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen um 12,5 Prozent konstatiert aufgrund der demographischen Entwicklung. Auch der Rückgang verlief in den neuen und alten Bundesländern unterschiedlich: Während die allgemeinbildenden Schulen in den alten Bundesländern in den zehn Jahren 806.106 Schüler verloren (-10,1 Prozent), waren es in den neuen Bundesländern (einschl. Berlin) 417.292 (-23,4 Prozent). Im Schuljahr 2012/13 besuchten insgesamt noch 8,6 Mio. SchülerInnen die allgemeinbildenden Schulen in Deutschland.
Trotz der positiven Entwicklung des freien Schulwesens liegt Deutschland im internationalen Vergleich immer noch zurück: im OECD-Durchschnitt betrug der Anteil der SchülerInnen an freien Schulen 12,8 Prozent (Schuljahr 2011/12). CU

Quellen:
- Statistisches Bundesamt, Wiesbaden: Schulen auf einen Blick, Ausgabe 2014/Fachserie 11, Reihe 1
- Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln
- Abteilung Bildungsdaten und -analysen im BdFWS: fortlaufende eigene Erhebungen

Stuttgarter Erklärung

Waldorfschulen gegen Diskriminierung
Verabschiedet von der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen, Stuttgart, am 28. Oktober 2007
Stuttgarter Erklärung zum Download (PDF)