Wohl doch kein Randphänomen

Stuttgart/Hamburg. Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) macht anlässlich der aktuellen Debatte über die unterschätzte Gefahr, die von sogenannten Reichsbürgern ausgeht, erneut auf die Broschüre „Die Reichsbürgerbewegung – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neu-Deutschtum“ aufmerksam. Die Publikation erschien bereits im Januar 2015, nachdem der Geschäftsführer einer Waldorfschule Räume der Schule für eine Versammlung des der „Reichsbürger-Bewegung“ nahe stehenden „Deutschen Polizei-Hilfswerks“ zur Verfügung gestellt hatte; er wurde daraufhin fristlos entlassen (der Spiegel berichtete).
„Wir wollten unsere Mitgliedsschulen mit dieser Broschüre vor potenziellen Unterwanderungsversuchen warnen, da noch wenig bekannt war, dass Reichsideologen auch in der alternativen Szene, zu der auch anthroposophisch inspirierte Initiativen in der Landwirtschaft, Medizin und Pädagogik gehören, zu finden sind“, so BdFWS-Vorstandssprecher Henning Kullak-Ublick. Doch in erster Linie ging es um Aufklärung mit Hilfe von Hintergrundinformationen, um die Waldorfschulen auf typische Argumentationsmuster der so genannten „Reichsbürger“ aufmerksam zu machen und sie auf ihre Plausibilität hin zu untersuchen.
Viele bezeichnen die heutige Zeit mittlerweile als „postfaktisch“. Tatsachen werden bewusst ausgeblendet und Teile der Gesellschaft argumentieren lediglich auf emotionaler Grundlage. Die Reichsbürgerbewegung sowie sämtliche Verschwörungstheorien sind Beispiele hierfür. „Es kommt heute wieder besonders darauf an, dass wir den Jugendlichen helfen, mit Bezug auf derartige Rattenfängereien urteilsfähig zu werden. Es reicht nicht, Verschwörungstheorien zu verdammen, sondern wir müssen uns argumentativ mit ihnen auseinandersetzen und ihre Zirkelschlüsse sichtbar machen“, sagt Kullak-Ublick, der selbst 27 Jahre als Waldorfklassenlehrer tätig war.
Die Broschüre setzt sich mit vier „falschen Thesen“ der Reichsbürgerbewegung zur Bundesrepublik Deutschland auseinander, in denen die Reichsbürger unter anderem die Souveränität der BRD bestreiten und das Grundgesetz nicht anerkennen. Ferner weist die Broschüre auf die Gefahren des „rechten Randes“ für die Waldorfbewegung hin – sie kann hier auch als PDF heruntergeladen werden. CMS/VS 21.10.2016

Krisen der Individualitätsentwicklung

Von Freitag, 7. Oktober, bis Sonntag, 9. Oktober 2016, lädt die Rudolf-Steiner-Schule in Kiel zu einer Fachtagung Heilpädagogischer Schulen ein: "Die Chance zu scheitern - Krisen der Individualitätsentwicklung" ist Thema der Fortbildungsveranstaltung mit Dr. Barbara Treß aus Hamburg: Die Referentin, die während der Tagung gleich mehrere Vorträge halten wird, ist anthroposophische Ärztin und Dozentin in der Ausbildung von Heilpädagogen, Heileurythmisten, der Altenpflege und am Lehrerseminar. Veranstalter ist das Institut für Heilpädagogische Lehrerbildung e.V., Elke Stanglow-Jorberg, Eckernförde. Nähere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier. fy 15.09.2016 

Gauck verleiht Preise

Die neunte Klasse des Förderzentrums Friedrichshulde in Schenefeld fährt nach Berlin. Das ist keine so gewöhnliche Klassenreise der Schülerinnen und Schüler von Klassenlehrer Rolf-Michael Ansorg. Denn die Kids haben einen guten Grund: Sie gewannen einen Preis im Schulwettbewerb von Bundespräsident Joachim Gauck unter dem Motto "Umgang mit Vielfalt". Und den Preis gibts im Schloss Bellevue.

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Aus den insgesamt 627 eingereichten Beiträgen hatte die Jury 146 in die engere Wahl gefasst, heißt es dazu beim Bundespräsidialamt. Jetzt stehen die Preisträger fest. Ob sie nun den ersten, zweiten oder dritten Platz erreicht haben, wissen die Kids aus der anthroposophischen Einrichtung in Schenefeld noch nicht. Die Spannung steigt also noch bis zum Tag der Preisverleihung am 14. Juni.
Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse haben übrigens unterschiedliche sonderpädagogische Förderbedarfe. Darüberhinaus werden in Friedrichshulde Flüchtlingskinder unterrichtet und betreut. Da fackelte Ansorg nicht lange und besuchte mit seiner Klasse, seit einem halben Jahr ist einen Mitschüler afrikanischer Herkunft dabei, den Hamburger Michel, eine Synagoge und eine Moschee in der Hansestadt. Die "drei großen Weltreligionen" standen auf dem Stundenplan. Nicht nur theoretisch, sondern hautnah auch im gegenseitigen Erleben. Die Leiterin der heilpädagogischen Schule, Beate Backhaus, dazu: "Das passte doch genau zum Wettbewerb." Und: "Inklusion und Integration sind doch exakt unser Thema." fy 24.05.16

Waldorfschüler suchen Grenzen

Kassel/Stuttgart/Hamburg. Vom 26. – 29. Mai 2016 wird Kassel wieder zum Begegnungsort für über 200 Teilnehmer*innen des 14. Kasseler Jugendsymposions. Die Veranstaltung, zu der Waldorfoberstufenschüler*innen aus ganz Deutschland erwartet werden, tagt diesmal zum hochaktuellen und brisanten Thema „Grenze“. Das vom Lehrerseminar für Waldorfpädagogik Kassel in Kooperation mit dem Bund der Freien Waldorfschulen veranstaltete Symposion spannt inhaltlich den Bogen von wirtschaftlichen, über politische, rechtliche bis hin zu philosophischen und kulturellen Aspekten des Themas.

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Für den Eröffnungsvortrag am Donnerstag, den 26.5., spricht Mark Schieritz, wirtschaftspolitischer Korrespondent bei DIE ZEIT, über „Diesseits und jenseits der Grenzen unseres Wirtschaftsraumes“. Dabei erläutert er auch seine Einschätzung über die Entstehung wirtschaftlicher Binnenräume durch das TTIP-Handelsabkommen und die Folgen für die Regionen außerhalb dieses Geltungsbereichs.
Der ehemalige Diplomat und Sicherheitsberater von Altkanzler Gerhard Schröder, Michael Steiner, stellt mit seinem Vortrag die Frage „Zurück zu einer Welt der Grenzen?“ und spricht über die Renaissance nationaler Abgrenzung. Die Publizistin und Bloggerin Kübra Gümüsay provoziert gewollt mit dem Vortrag „Integration schafft Grenzen“.
Am Samstag trägt Dr. Fabian Stoermer seine philosophische Betrachtung des Grenzbegriffes unter dem Titel: „Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht“ vor. Der bekannte Jurist Prof. Dr. Reinhard Merkel, Professor em. für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg und Mitglied des Deutschen Ethikrats, thematisiert die Frage, wo unser Rechtsstaat an seine Grenzen stößt unter dem Titel „Recht und Güterabwägung im labilen Grenzbereich“.
Am Abend besuchen die Teilnehmer*innen zusammen mit Merkel als besonderen Programmpunkt die Aufführung des Gerichtsdramas „Terror“ von Ferdinand von Schirach am Kasseler Schauspielhaus. Am anschließenden Publikumsgespräch nehmen der Intendant Thomas Bockelmann und der Dramaturg Thomaspeter Goergen teil sowie die Schauspieler*innen Sabrina Ceesay (Staatsanwältin Nelson), Eva-Maria Keller (Vorsitzende) und Christoph Förster (Verteidiger Biegler).
Am Sonntag schließt Prof. Dr. Michael Zech die Veranstaltung mit seinen philosophisch-politischen Überlegungen ab, inwiefern auch „Die Grenze als Chance“ begriffen werden kann.
Über das Kasseler Jugendsymposion 
Zweimal im Jahr arbeiten rund 250 Jugendliche aus ganz Deutschland auf den vom Bund der Freien Waldorfschulen unterstützten Jugendsymposien intensiv an aktuellen Zeitfragen. So können die Schüler*innen und Studierenden mit wegweisenden Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur ihre Visionen teilen und lebhaft diskutieren. Dadurch soll das Bedürfnis nach aktiver zivilgesellschaftlicher Beteiligung geweckt und zur Übernahme der Verantwortung für die eigenen Bildungs- und Lernprozesse angeregt werden. Die Symposien verstehen sich in diesem Sinne als Zukunftswerkstatt.
Das 15. Kasseler Jugendsymposion findet vom 8. - 11. Dezember 2016 zum Thema „IDENTITÄT“ statt. Ansprechpartner: Prof. Dr. Wilfried Sommer und Esther Guggenbichler (projektleitung@ jugendsymposion-kassel.de) CMS/BdFWS 25.05.16

Akzente auf der Leipziger Buchmesse

Pädagogische Akzente setzt der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) auch in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse vom 17. - 20. März 2016, Halle 5, Stand K. Es geht unter anderem um Sprachförderung, außerdem informieren täglich Veranstaltungen über die Berufe WaldorflehrerIn und WaldorferzieherIn.
Zum sechsten Mal ist die Pädagogische Forschungsstelle beim BdFWS mit den Büchern der Edition Waldorf  auf der Buchmesse präsent, die Vereinigung der Waldorfkindergärten ist mit Publikationen ebenfalls am Stand vertreten. Außerdem kooperiert Edition Waldorf in diesem Jahr mit dem Wissenschaftsverlag Barbara Budrich.

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Seit den Pisa-Studien ist Sprache in der Kleinkindpädagogik in aller Munde, eine Vielzahl von Sprachstandserhebungen und Fördermaßnahmen wurden ins Leben gerufen, um der ständig steigenden Tendenz zu Sprachentwicklungsstörungen entgegenzuwirken.
Lisbeth Wutte, Grundschullehrerin und Theaterpädagogin ist die Autorin des Buches „Mit Kindern Sprache leben“, das in einer Veranstaltung vorgestellt wird. Sie plädiert für ein neues Verhältnis zur Sprache, durch das Eltern und PädagogInnen den Kindern zu einem leichten und spielerischen Spracherwerb verhelfen können. „In dem wir uns der eigenen Sprache bewusst werden, erleben wir erst ihre Qualitäten – ihre Präzision, ihre Lebendigkeit, ihre Schönheit und ihre Kraft. Gehen wir wertschätzend und achtsam mit ihr um, wird sie von den Kindern wohltuend und freudig aufgenommen“, so ihre These. Die „Liebe zum Wort“ werde so zur besten Sprachförderung, unabhängig davon, ob Deutsch die Erst- oder Zweitsprache ist.
Das praxisnahe Handbuch für Eltern und ErzieherInnen und LehrerInnen im Grundschulbereich enthält eine Fülle von Beispielen, konkrete Tipps für den Alltag und auch viel Poesie – vom Nonsens-Vers über Geschichten bis hin zum Puppenspiel.
Eine zweite Veranstaltung in Kooperation mit dem Verlag Barbara Budrich stellt die Publikation „Spiritualität in den Lebensbereichen der Pädagogik“ vor. Spiritualität wird hier als vertiefte Aufmerksamkeit verstanden, die zum Verständnis des pädagogischen Prozesses beitragen kann.
Prof. Tomas Zdrazil von der Freien Hochschule Stuttgart erläutert im Gespräch, warum in der Waldorfpädagogik eine „lesende Wahrnehmung der äußeren Wirklichkeit“ methodisch zur Grundlage gehört. In erster Linie geht es um den Schüler, der zu einem offenen Buch wird, in dem der Lehrer Notwendigkeiten seines Handelns entziffern kann. Die Seele des Menschen  als ein „zu lösendes Rätsel“, das auf Hintergründiges, Tieferliegendes und Höheres verweist – diese Auffassung teilt die Waldorfpädagogik auch mit dem Schweizer Humanisten und Vorläufer der Reformpädagogik, Heinrich Pestalozzi, mit dem Philosophen Martin Buber oder auch dem großen Pädagogen des 20. Jahrhunderts, Janusz Korczak.
Diese intuitive Fähigkeit der Empathie wird als Teil der sozialen Intelligenz in der gegenwärtigen Gesellschaft immer bedeutsamer, so die These von Prof. Zdrazil, die er anhand  des physiognomischen Lesens, z. B. im Gesicht des Schülers, erläutert. Die intensive Wahrnehmung von Kindern und der pädagogische Austausch unter den LehrerInnen darüber, ist in der Waldorfpädagogik zu einer intensiv geübten Praxis geworden. CMS/BdFWS 03.03.2016

Nobelpreisträger Südhof jetzt mit Bundesverdienstkreuz

Der derzeit berühmteste ehemalige Waldorfschüler, Nobelpreisträger Prof. Dr. med. Thomas C. Südhof, darf sich ab sofort das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ans Revers heften – die Übergabe fand am 24. Februar 2016 in Schloss Bellevue durch Bundespräsident Joachim Gauck höchstpersönlich statt. 

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Der Nobelpreisträger für Medizin oder Physiologie des Jahres 2013, Prof. Dr. Thomas C. Südhof, und der Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 2014, Prof. Dr. Stefan Hell, haben heute das ihnen verliehene Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt bekommen. „Mit dieser Auszeichnung würdigt der Bundespräsident die herausragenden Forschungsleistungen dieser weltweit anerkannten Wissenschaftler“, heißt es dazu aus dem Bundespräsidialamt, und weiter: „Professor Südhof, der die Synapsen im Gehirn und deren Kommunikation miteinander erforscht, hat Entscheidendes über den Vesikeltransport in Körperzellen herausgefunden. Seine Erkenntnisse bieten mögliche Ansätze für Therapien gegen neuronale Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.“

Vor mehr als dreißig Jahren verließ der in Göttingen geborene Südhof sein Heimatland in Richtung USA, weil ihm das damalige Deutschland zu klein und eng vorkam und er nach eigener Aussage noch die kulturelle und akademische Verwüstung empfand, die der Nationalsozialismus in Deutschland angerichtet hatte. Inzwischen ist er längst amerikanischer Staatbürger geworden und lehrt und forscht an der Universität Stanford, die er selbst als Eldorado der intellektuellen Neugier und des wissenschaftlichen Austausches bezeichnet.
Doch sein Werdegang begann an der Freien Waldorfschule Hannover-Maschsee, wo er 1975 sein Abitur ablegte. „Immerhin war es eine deutsche Waldorfschule, die ihn ja auch fit gemacht haben muss für seinen so erfolgreichen Lebensweg...“ heißt es dazu in der aktuellen Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes, die Gaucks Rede zur Verleihung wiedergibt. Dem schließt sich der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) an und gratuliert herzlich zu dieser weiteren Auszeichnung!  CMS/BdFWS 24.02.16

Neues Jahr, neue Bauten

Auch Dank letzter Fördermittel des Landes Schleswig-Holstein wird an unseren Schulen wieder gebaut. Doch sind die Schulen denn noch immer auf Expansionskurs? Nein, denn in Kaltenkirchen, Kiel, Lensahn und Neumünster fehlt es noch immer an Raum. Und die Freie Waldorfschule Lübeck will zusätzlich vollständig barrierefrei werden.
In Kaltenkirchen entstehen neue Fachklassenräume, in Kiel an exponierter Stelle die neuen Horträume. Lensahn erhält endlich sein Musik- und Eurythmiegebäude und in Neumünster entstehen Sportanlagen im Außenbereich.
An der Freien Waldorfschule Lübeck ("Wir haben eine Vision und wir wollen dafür bauen") sind mit den Regelschulklassen, den Förderklassen und einem Heilpädagogischen Zweig gleich drei Schularten unter einem Dach beheimatet. Das bedeutet wegen der hohen Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulzweigen nicht nur Inklusion, sondern auch, dass die Schule auch deshalb immer mehr Nachfrage hat.
Zum Thema passend: der neueste Film auf der Homepage des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS). Den Videoclip "Architektur und Ästetik" finden Sie neben vielen weiteren interessanten Filmen hier. fy 15.02.2015

Seminar Notfall- und Traumapädagogik

Mit einer Fortbildungsveranstaltung für Notfall- und Traumapädagogik (hier geht es zu Einladung und Anmeldung) starteten die Waldorfschulen der Küstenanrainer (Hamburg, Mecklenburg/Vorpommern, Niedersachsen/Bremen und Schleswig-Holstein) gemeinsam am Freitag, 22. Januar 2016, in der Christian Morgenstern Schule in Hamburg in das Jahr 2016. Veranstaltet wurde das Seminar vom Verein für Interkulturelle Waldorfpädagogik in Hamburg in Kooperation mit den Freunden der Erziehungskunst und deren Referat Notfallpädagogik in Karlsruhe.
Das Programm der Fortbildung finden Sie hier. Neben Vorträgen wurde auch in Arbeitsgruppen mit insgesamt acht Referentinnen und Referenten gearbeitet, in Hamburg ist seit April 2015 bereits ein Team notfallpädagogisch mit Kindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Folgeunterkünften gemeinsam mit der Initiative "Erzähler ohne Grenzen" tätig. Die Freunde der Erziehungskunst haben seit Jahren eine wirksame Notfallpädagogik entwickelt, die jetzt auch in Deutschland mehr und mehr zum Einsatz kommt. Diese erste notfallpädagogische Fortbildung im Norden Deutschlands bot Menschen, die hier - innerhalb wie außerhalb von Waldorfschulen und Kindergärten - aktiv werden wollen, Grundlagen und Fertigkeiten für die praktische Arbeit.
Auch aus diesem Grunde wurde vor die Fortbildung zusätzlich eine Informationsveranstaltung (Freitag, 22. Januar 2016, 16 - 18 Uhr, ebenfalls in der Christian Morgenstern Schule) vorgeschaltet: Lukas Mall und Uwe Decker von den Freunden der Erziehungskunst informierten und berichteten über erste notfallpädagogische Projekte in Deutschland, wie es gelingt, Flüchtlingskinder in unsere Schulen zu integrieren und welche Hilfestellungen über die bei den Freunden ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligem Sozialen Jahr möglich sind. fy 25.01.2016

LAG startet mit Einarbeitungsfragen

Mit den Fragen der Einarbeitung und Ausbildung von Studierenden und Lehrenden in der Praxis startet die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Schleswig-Holstein (LAG) ins neue Schuljahr 2015/2016. Eingeladen zu dem Treffen am Montag, 7. September 2015, 16 Uhr, im Waldorflehrerseminar Kiel sind alle Einarbeitungs- und Ausbildungsbeauftragten der schleswig-holsteinischen Waldorfschulen.

Die bereits jetzt feststehenden Termine bis zum Jahreswechsel: Das Treffen der Arbeitskreise Inklusion aus Schleswig-Holstein und Hamburg Ende September, die Klausur des Vorstandes Anfang Oktober, die erste Mitgliederversammlung der LAG im Schuljahr 15/16 am 12. Oktober 2015, und die Jahreshauptversammlung am 14. Dezember. Alle Termine in der Übersicht finden sie hier.

Neu auf unserenen Seiten, die in Kooperation mit dem Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) konzipiert worden sind, ist auch der überregionale Kalender mit Hinweisen auf alle Bundesveranstaltungen. fy 05.08.2015

Umbau: In eigener Sache

Unsere Homepage wird gerade umgebaut. Das merken Sie zum Beispiel daran, dass es mittlerweile auch von uns einen Smartphone kompatiblen Auftritt auf Ihrem Handy gibt. Schon probiert? Aber: Der Umbau ist auch ein Grund dafür, dass Sie uns zum einen in leicht modifiziertem Gewand wiedersehen, zum anderen dafür, dass noch nicht alles so klappt, wie es soll: Hier funktioniert der eine oder andere Link vielleicht nicht so, wie Sie es gewohnt sind, dort vermissen Sie ein angekündigtes Dokument, Bild oder den avisierten Film zum Thema. Und auch der Mitgliederbereich ist noch nicht fertig, aber im Entstehen. Also bitten wir Sie einfach noch um etwas Geduld. Aber versprechen wollen wir schon eins: Wir sind auf jeden Fall schneller als die Erbauer des neuen Hauptstadtflughafens oder auch der Elbphilharmonie in der Hansestadt Hamburg. Und eine Kostenexplosion wird es auch nicht geben. fy 16.04.2015

Ministerin beim Themenabend in der Waldorfschule

Gleich zwei Expertenrunden waren am Mittwoch, 3. Dezember, 18 - 21 Uhr, in der Freien Waldorfschule Kiel zu Gast. Anlass war der Themenabend Inklusion "Vielfalt fördern - Was wir wollen, was wir brauchen" der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Schleswig-Holstein.
Dabei diskutieren Experten mit Vertretern der schleswig-holsteinischen Waldorfschulen und Förderzentren: In einer ersten Runde traten neben der Bildungsministerin Britta Ernst die Kreuzberger Inklusionsexpertin Dr. Ulrike Barth, Klaus-Peter Freitag vom Bund der Freien Waldorfschulen und die Wissenschaftlerin Dr. Elisabeth Plate von der Universität Paderborn an. Ernst, Barth und Plate hatten zuvor drei Eingangsstatements zum Thema Inklusion abgeben. Fazit: Inklusion gibt's nicht zum Nulltarif (Ernst), funktioniert nicht ohne Hindernisse auf dem Weg (Barth) und braucht die Besinnung auch auf die eigenen Ressourcen (Plate).
In einer zweiten Runde saßen neben den schul- und bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern Anke Erdmann (Bündnis 90/Die Grünen), Heike Franzen (CDU), Anita Klahn (FDP), Sven Krumbeck (Piraten) und Kai Vogel (SPD) der Heilpädagoge Rolf Döhler aus dem Förderzentrum Haus Arild in Bliestorf und die beiden Waldorf-Sonderschulpädagogen Sabine Wellner (Lübeck) und Harald Salzmann (Neumünster). Deutlich machten alle Podiumsteilnehmer, dass sie eigene persönliche Bezüge zum Thema Inklusion haben.
"Wir freuen uns, dass wir für unsere Veranstaltung diese Experten gewinnen konnten“, so LAG-Sprecher Thomas Felmy. Die Landesarbeitsgemeinschaft hatte an diesem Abend auch ihr eigenes Inklusionskonzept vorstellen. DAs Konzept zum Download gibt es ab Ende Januar auch hier auf dieser Homepage. fy

So schön kann Schule sein!

Von ihrer eigenen Vielfalt und Lebendigkeit überzeugten am Donnerstag, 26. September 2013, die zwölf schleswig-holsteinischen Waldorfschulen nicht nur sich selbst, sondern auch die zahlreichen Gäste auf der Kieler Krusenkoppel. Dabei waren die Zuschauer in der Regel gleichzeitig die Akteure, in ihrer landesweiten Monatsfeier zeigten sie, was sie gerade in der Schule erarbeiten. Just, als der Landtag in unmittelbarer Nachbarschaft das Schul- und Haushaltsgesetz 2014 beriet, hatten sich rund 2.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde in die Landeshauptstadt aufgemacht, um ihre Ü80-Party zu feiern. Alle Ü80? Weit gefehlt: Denn den Schulen geht es schlicht darum, in Zukunft nicht weniger Zuschuss zu bekommen. Von diesem Anliegen zeigten sich auch zahlreiche Landespolitiker überzeugt: Unter ihnen der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Kai Vogel, die Grünen-Bildungspolitikerin Ines Strehlau, CDU-Fraktionschef Johannes Callsen und die bildungspolitische Sprecherin Heike Franzen sowie Anita Klahn von der FDP. Die Waldorfschulen stehen mit ihrem Anliegen übrigens nicht allein: Anja Holthusen sprach für die weiteren Schulen in freier Trägerschaft deren Solidarität aus. fy

Unsere Bilder zeigen (von
oben nach unten)
Ausverkauft: Blick auf die gut gefüllten Ränge der Krusenkoppel
Waldorf rockt: Hier das
Ensemble aus Elmshorn
Im Gespräch: Olivia Girard von den Freunden der Erziehungskunst über den weltweiten Wow-Day mit Moderator Jan Wedekind
Wenn doch alles so einfach wär: Heinzelmännchen aus Kiel
Cornelie Unger-Leistner (BdFWS)

Schlichtungsausschuss neu besetzt

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Schleswig-Holstein hat ihren Schlichtungsausschuss neu besetzt.
Mit Saskia Paetzke (Kaltenkirchen), Ingrid Steiner (Kiel), Manfred Roers (Rendsburg) und Frank Schade (Neumünster) sind vier neue Mitglieder gewählt worden. Sie lösen die langjährigen Schlichter Dr. Ulrich Jancke (Eckernförde), Joachim Gottschalk (Kiel), Rolf Rosbigalle (Lübeck) und Rüdiger von Sanden (Itzehoe) ab.

LAG wählt neuen Vorstand

Kiel. - Mit großer Mehrheit hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen am Montag, 20. Februar 2012, auf der Mitgliederversammlung der LAG in Kiel ihren Vorstand gewählt. In Ihren Ämtern bestätigt wurden Thomas Felmy (Wöhrden), Bernd Hadewig (Eckernförde), Jörg Soetbeer (Kiel). Neu im Amt ist Gebhard Nagel (Elmshorn); er löst die aus dem Amt geschiedene Ingrid Steiner (Kiel) ab. fy

100 % Schule braucht 100 % Zuschuss

Kiel. Sachgerecht, transparent und kostendeckend: So einfach könnte Landeszuschuss sein! Das ist das Fazit des 2. Bildungspolitischen Forums, zu dem die AGFS (Arbeitsgemeinschaft der Schulen in Freier Trägerschaft) am Dienstag, 15. November 2011, ins Landeshaus in Kiel eingeladen hatte. Mit dabei: 230 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer, die als Gäste aufmerksam dem Impulsreferat, den Thesen der AGFS und der Podiumsdiskussion lauschten.

Kein Geringerer als der Präsident des schleswig-holsteinischen Landesrechnungshofes (LRH), Dr. Aloys Altmann, hielt den Eröffnungsvortrag. "Nach unseren Prüfungen aller Schulen in Freier Trägerschaft sehen wir in der Schulfinanzierung des Landes erheblichen Reformbedarf." Warum bekommen die Schulen in staatlicher Trägerschaft sowie die Schulen der dänischen Minderheit 100 Prozent? Warum die Freien Schulen dagegen nur 85 beziehungsweise 80 Prozent? Auch für Altmann ist klar: "Dafür ist im Schulgesetz keine sachliche Begründung zu finden."

Christian Schneider, Landesgeschäftsführer des Verbandes der Deutscher Privatschulen (VDP), hatte zuvor die Gäste begrüßt. Im Anschluß an Altmanns Vortrag stellten Ute von Bargen-Sauer vom Paritätischen Wohlfahrsverband und der Landesgeschäftsführer der Waldorfschulen, Thomas Felmy, die Thesen der AGFS für ein gerechteres Zuschusssystem vor. Auf dem Podium dann saßen neben Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug die bildungspolitischen Sprecherinnen Cornelia Conrad (FDP), Anke Erdmann (Bündnis 90/Die Grünen), Anke Spoorendonk (SSW) und für die AGFS deren Sprecherin Anja Holthusen.

Geschickt von Birgit Langhammer von NDRInfo moderiert, offenbarten die Mandatsträger ihre Haltung gegenüber den Freien Schulen. "Wir werden über einen Gesetzentwurf Transparenz und Verbesserung der Zuschüsse fordern", versprach Anke Erdmann. Frau Conrad kündigte an, ihre Partei "wolle noch einmal neu rechnen". Und Anke Spoorendonk versicherte, "schon immer an der Seite der freien Schulen gekämpft zu haben", nicht ohne die Berechtigung der besseren Bezuschussung der dänischen Schulen noch einmal zu betonen. Aus der Behörde hieß es von Seiten des Ministers, in der im Mai endenden Legislaturperiode werde es von den Regierungsparteien keinen neuen Gesetzentwurf mehr geben. Anja Holthusen wunderte sich: "Das war uns für diesen Sommer aber bereits versprochen."  fy

 

Landes- und Bundespressekonferenz voller Erfolg

Die Jahrespressekonferenz des Bundes am 29. September 2011 im Rahmen einer Landespressekonferenz im Kieler Landtag war ein voller Erfolg: Zum einen schon dadurch, dass sie aufgrund des großen Interesses der Journalisten statt der generell so vorgesehenen 30 satte 60 Minuten dauerte, zum anderen aber auch aufgrund der bundesweiten Resonanz auf das Thema (siehe Links am Ende der Seite). Das lag wohl auch an der gelungenen Mischung des mit Steffen Koolmann (Bildungsökonomie), Helmut E. Klein (Institut der Deutschen Wirtschaft), Henning Kullak-Ublick (Bund) und Thomas Felmy (LAG SH) besetzten Podiums, zum anderen an der neu aufgemachten Darstellung unserer Themen (Finanzielle Belastbarkeit der Eltern, volkswirtschaftliche Bedeutung der freien Schulen, Bürgerengagement und Zivilgesellschaft, Wettbewerbsverzerrung im Schulbau und die Zukunft der Schulen auf dem Lande).

Transportieren konnten wir so recht eindrucksvoll auch unsere regionalen Themen: Dass im Vergleich zum Bundesdurchschnitt weniger Landeszuschuss nicht automatisch höhere Elternbeiträge nach sich zieht. Dass das Schließen von Schulen auf dem Lande immer mehr Initiativen weckt. Und dass es erheblichen Investitionsbedarf gibt.

In Zahlen:

Was den Landeszuschuss anbelangt liegt Schleswig-Holstein auf einem abstiegsgefährdeten Platz 13 – mit den Elternbeiträgen immerhin noch auf Platz 12 im Bundesvergleich.

Während das Land immer mehr Schulen schließt oder in die Kooperation treibt (das betrifft 81 (!) Grundschulen allein in den letzten 5 Jahren), stehen mit den übrigen freien Trägern insgesamt zehn Initiativen in den Startlöchern, eine (katholische) Grundschule nahm im Sommer bereits ihren Betrieb in Lübeck auf.

Landesschulbau: Dem Investitionsstau von rund 68 Millionen €uro stehen bis 2015 noch 550.000 €uro an Landesmitteln gegenüber. Würde es diese Mittel weiter geben, brauchte es 76 Jahre und elf Monate, bis der Bedarf gedeckt werden könnte. Wie die Zukunft also aussieht, steht derzeit nicht einmal in den Sternen. fy

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article13634170/Waldorfschulen-wollen-mehr-Geld-vom-Staat.html

http://www.kn-online.de/lokales/kiel/253548-Waldorfschulen-verlangen-mehr-Geld-vom-Staat.html

http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/landespolitik/253548-Waldorfschulen-verlangen-mehr-Geld-vom-Staat.html&em_art=comments

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&dig=2011%2F09%2F30%2Fa0018&cHash=bf020c56ae

http://idw-online.de/de/news444175

 

Bundesvorstand neu gewählt

Villingen-Schwenningen. Die Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen, die vom 26. bis 27 März in der Waldorfschule Villingen-Schwenningen tagte, bestätigte mit großer Mehrheit alle sieben Mitglieder des Bundesvorstands für eine weitere dreijährige Amtszeit. Daneben beschäftigte sich die Versammlung vor allem mit der Lehrerbildung und der Novellierung der Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Die Schulen verpflichteten sich zu einer Reihe weiterer, konkreter Schritte im Rahmen der Qualitätsentwicklung. Die Schulträger beschlossen den Haushaltsplan für das Schuljahr 2011/12, in dem unter anderem für die gemeinschaftlich finanzierte Waldorflehrerbildung Mittel von 8,6 Millionen Euro vorgesehen sind.

Drei neue Mitglieder (Wolfratshausen und die Waldorf-Förderschulen aus Neunkirchen-Seelscheid und Oberursel) stellten sich vor. Der Bund hat damit aktuell 225 Mitgliedseinrichtungen in Deutschland.

Quelle: Hessen-Rundbrief April 2011

Wieder Freude am Lernen durch Schulwechsel

Waldorfpädagogik ist ein geeigneter Weg, um mangelnde Motivation oder Schulverweigerung bei Grundschulkindern abzubauen und ihnen wieder zu Freude am Lernen zu verhelfen. Auch Symptome psychosomatischer Erkrankungen können massiv reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Studie, für die an 55 Regel-Waldorfschulen Eltern von Quereinsteigern zu den Befindlichkeiten ihrer Kinder nach dem Wechsel in die Waldorfschule befragt wurden.

Empirische Studie untersucht Quereinsteiger an Waldorfschulen – Individuelle Förderung auch in größeren Klassen möglich (Zusammenfassung: C. Unger-Leistner)

Waldorfpädagogik ist ein geeigneter Weg, um mangelnde Motivation oder Schulverweigerung bei Grundschulkindern abzubauen und ihnen wieder zu Freude am Lernen zu verhelfen. Auch Symptome psychosomatischer Erkrankungen können massiv reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Studie, für die an 55 Regel-Waldorfschulen Eltern von Quereinsteigern zu den Befindlichkeiten ihrer Kinder nach dem Wechsel in die Waldorfschule befragt wurden.

Insgesamt beteiligten sich 478 Elternhäuser an der Fragebogenaktion im Schuljahr 2004/5, einbezogen wurden die Klassen eins bis fünf. Gerade in der Grundschulzeit, die erste Erfahrungen mit den schulischen Lern- und Leistungsformen vermittle, trügen die Lehrkräfte eine besondere Verantwortung, betont die Autorin der Studie, Ulrike Luise Keller, in der Zusammenfassung der Ergebnisse. Die Pädagogin hat zuerst an staatlichen Real- und Grundschulen unterrichtet und ist dann an eine Waldorfschule übergewechselt. Ihre Forschungsarbeit entstand als Dissertation an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Mit dem Ergebnis ihrer Forschung möchte sie einen Beitrag zur Diskussion um die Merkmale der „guten Schule“ leisten. Sie bezieht auch Verbesserungsvorschläge für die Waldorfschule mit ein.

Im Blickpunkt der Untersuchung von Ulrike Luise Keller stehen die Erwartungen der Eltern und die Befindlichkeit der Grundschulkinder vor und nach dem Schulwechsel. Außerdem wird die Zusammensetzung der Quereinsteiger genau dokumentiert. Hierbei ergibt sich die erste Überraschung der Studie: Über die Hälfte der wechselnden Schüler verzeichnet befriedigende bis sehr gute Leistungen auf der staatlichen Schule und widerlegt damit das Vorurteil, dass Leistungsschwäche der Kinder ein Grund für den Wechsel zur Waldorfschule sei.

Als Hauptgründe für den Wunsch, die Schule zu wechseln, nennen die Eltern die ganzheitliche Methode des Lernens an der Waldorfschule (59,0%), Leistungsdruck (58,2%), Überforderung ihres Kindes durch das Arbeitstempo der alten Schule und zu viele Hausaufgaben (53,1%) . An nächster Stelle stehen Schulangst (37%), Unruhe und/oder Konzentrationsprobleme (33,9%). Der Eindruck der Eltern, dass eine falsche Schullaufbahnempfehlung gegeben worden oder zu erwarten sei, spielte in 12,8 % der Fälle eine Rolle.

Bei Konzentrationsproblemen und Unruhe bilden die Jungen die Mehrheit, während insgesamt etwas mehr Mädchen unter den Quereinsteigern zu finden sind.

Die Ursachen für die Unzufriedenheit der Eltern schlussfolgert die Studie aus ihren Erwartungen an die neue Schule: Die Mehrheit der Eltern möchte, dass ihr Kind wieder Freude an der Schule und am Lernen hat und dass es insgesamt wieder unbeschwert und froh ist (Angaben dazu S.171/S.172).

Dies gilt vor allem für das Kapitel über Schulangst. Betroffene Eltern berichten, wie ihre Kinder von den Lehrern unter Druck gesetzt oder gedemütigt wurden. So heißt es unter anderem: „Unser Kind litt unter der Lehrerin, die pädagogisch und menschlich unfähig war, mit Kindern umzugehen, wurde depressiv und lernblockiert. Wir waren die vierten, die sich in diesem Schuljahr abmeldeten.“ Oder „ Unter dem sehr autoritären Unterrichtsstil des Klassenlehrers litt unser Sohn sehr. Statt den Unterrichtsstoff zu vermitteln, schrie und schimpfte er sehr viel mit den Kindern, weil sie etwas nicht verstanden.“ Ein Junge erhielt sogar Schläge von der Lehrerin (mehrfach auch bei anderen Kindern). Auch sei er vor den Klassenkameraden bloßgestellt worden, schreiben die Eltern. Neben dem Fehlverhalten der Lehrer berichten die Eltern auch von Gewalt- und Mobbingerfahrungen der Grundschüler (Beispiele auf den S.122 –129).

Viele Kinder entwickelten infolge der Schulangst psychosomatische Störungen, die eine lange Liste bilden. Sie reicht von Kopfschmerzen über Magenkrämpfe und Erbrechen bis hin zu Bettnässen (S.137). Insgesamt, so die Eltern, hätten die Kinder das Lernen verweigert, nicht mehr in die Schule gehen wollen. Ihr Kind habe seine sozialen Kontakte und seine Selbstsicherheit verloren.

Zum Zeitpunkt der Umfrage besuchte mehr als die Hälfte der Kinder die Waldorfschule länger als 13 Monate, 21 Prozent länger als zwei Jahre, so dass „eine Darstellung und Bewertung der Befindlichkeit der Kinder ... aus reichlicher Erfahrung erfolgt und eine eventuelle Beurteilung aus erster Begeisterung ausgeschlossen werden kann“, schreibt die Autorin. (S.93)

Nach dieser Zeit haben sich die Erwartungen der Eltern an die Waldorfschule bei 80 Prozent der Eltern ganz und bei 13,8 Prozent teilweise erfüllt. Bei den Berichten über die Befindlichkeit der Kinder schneidet die neue Schule sogar noch besser ab: 93,1 Prozent der Eltern berichten, dass es ihren Kindern jetzt sehr gut oder gut gehe (S.179/184).

Hier wird u.a. berichtet (S.188/189): „dass unser Sohn als Mensch gesehen wird und nicht nur als lernschwaches Kind“, dass „seine Fähigkeiten gesehen und gefördert werden“. „Individuellere Pädagogik, seine Stärken ausbauen, ohne Zeitdruck an seinen Schwächen arbeiten“. „Die Möglichkeiten des Kindes anerkennen. Raus aus dem Schema: das musst du jetzt können, egal, ob du es leisten kannst oder nicht.“ Als kurze Zusammenfassung nennt Ulrike Luise Keller: „Fördern statt testen“ (S.189).

Eine große Rolle spielt bei der Beurteilung der Eltern auch die Förderung des Sozialverhaltens an der Waldorfschule: „dass es auf einer Waldorfschule gewaltfreier ist. Der soziale Umgang besser ist“ (S.193)

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Befindlichkeit der Kinder nicht von der Klassengröße abhängt. Nennen Eltern bei den kritischen Punkten der Waldorfschule u.a. auch die Größe der Klassen, so zeigt sich jedoch bei der Frage nach der Befindlichkeit der Kinder, dass die Klassengröße keine Rolle spielt. Die besten Werte finden sich bei den Kindern in den Klassen mit mehr als 33 Schülern. Offenkundig ist damit die individuelle Förderung der Schüler auch in größeren Klassen (S.299 ff).

Kritische Punkte, die ein Teil der Eltern hinsichtlich der Waldorfschule nennen, sind: Mängel bei der Anregung zum eigenen Lernen, fehlende Systematik des Fremdsprachenunterrichts, zu wenig Leistungsanforderung und zu langes Zuwarten bei Schwächen. Außerdem werde durch die Lehrer eine bestimmte Lebensweise als positiv bewertet, z.B. hinsichtlich Nutzung von PC, Fernsehen und Kino, was mit der Abwertung anderer Lebensweisen einhergehe. Als Problem wird auch die finanzielle Belastung der Familie durch den Besuch der Waldorfschule genannt (S.215/ S.221/ S.261).

Im Abschlusskapitel zieht die Autorin der Studie Schlussfolgerungen hinsichtlich ihrer Anfangsfragestellung nach den Merkmalen einer „guten Schule“.

In erster Linie ist es dem ganzheitlichen Unterricht zu verdanken, so Ulrike Luise Keller, dass die Kinder wieder Freude am Lernen entwickelt haben. Die vorwiegend einseitige intellektuelle Förderung an der staatlichen Regelgrundschule berge die Gefahr in sich, dass vor allem Kinder mit künstlerisch-musischen oder handwerklich-praktischen Begabungen nicht richtig gefördert werden können. Grundschulverband und Erziehungswissenschaft setzten sich schon lange für eine Veränderung der Grundschulpraxis ein, bei der mehr Sinnes- und Gefühlswahrnehmungen (ästhetische Erziehung) sowie Bewegung eine Rolle spielen sollten (S.330). Eins gilt nach den Befunden der Autorin für alle Schultypen: „ Eine stimmige Beziehung zum Lehrer als Voraussetzung dafür, dass sich das Kind wohl fühlt“ (S.352).

Am Ende der Studie steht die Forderung nach Schule als „Lebens- und Erfahrungsraum“. Voraussetzungen dafür seien: schulische Strukturen, die der Erziehungskontinuität dienen, ganzheitlicher Unterricht, Wahrnehmung der Persönlichkeit des Kindes und seine individuelle Förderung, ermutigende Leistungsbeurteilungen, Förderung der Sozialfähigkeit, eine persönliche Lehrer-Kind-Beziehung sowie eine positive Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern.

Alle Seitenzahlen aus:
Ulrike Luise Keller
Quereinsteiger – Wechsel von der staatlichen Regelgrundschule in die Waldorfschule
VS-Verlag Wiesbaden 2008

Waldorfschüler: Freude und Interesse an Naturwissenschaft hoch ausgeprägt

PISA-Sondererhebung in Österreich bescheinigt besondere naturwissenschaftliche Kompetenz – Anwendungsbezug und Experimente in der Waldorfpädagogik entscheidend für Motivation.

06.03.09 11:54:00 Uhr
Von: Cornelie Unger-Leistner | BdFWS

PISA-Sondererhebung in Österreich bescheinigt besondere naturwissenschaftliche Kompetenz – Anwendungsbezug und Experimente in der Waldorfpädagogik entscheidend für Motivation.

Wien/Salzburg. Freude am Lernen und allgemeines Interesse an Naturwissenschaften sind bei den Waldorfschülern in Österreich sehr hoch ausgeprägt. Zu diesem Ergebnis kommt eine nationale Sondererhebung im Rahmen der PISA-Studie Naturwissenschaften 2006, die in dieser Woche vom österreichischen Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung (Bifie) in Wien vorgestellt worden ist.

In keiner Schulsparte des österreichischen Regelschulwesens seien Freude und Interesse an den Naturwissenschaften so hoch bewertet worden wie an den Waldorfschulen, heißt es in dem Bericht des Instituts. Mit beiden Merkmalen liegen die Waldorfschulen auch über dem OECD-Mittelwert. Der Bericht bescheinigt den Waldorfschulen eine im Vergleich zu den Regelschulen „vorbildliche Unterrichtspraxis“, da Experimente und die Anwendung des Gelernten im Vordergrund stünden.

Wie bereits in den vorhergehenden PISA-Studien 2000 und 2003 waren bei PISA 2006, bei der die naturwissenschaftlichen Kompetenzen im Vordergrund standen, die 15/16jährigen Schüler in den österreichischen Waldorfschulen mit den bei PISA üblichen standardisierten Verfahren im Rahmen einer nationalen Zusatzerhebung getestet worden. Alle zehn Waldorfschulen des Landes hatten sich beteiligt, insgesamt wurden 153 Schüler und Schülerinnen des Schuljahrs 05/06 einbezogen.

Bei den Aufgaben zu „naturwissenschaftlichen Erklären von Phänomenen“ erzielten die Waldorfschule 519 Testpunkte (Regelschulen 516), bei „Heranziehen naturwissenschaftlicher Beweise“ 526 Testpunkte (Regelschulen 505) und bei „Erkennen naturwissenschaftlicher Fragestellungen“ 537 Testpunkte (Regelschulen 505). Bei den beiden letzten Aufgabenstellungen übertreffen die Waldorfschüler auch den OECD-Schnitt, in dessen Bereich sich die staatlichen Schulen sich bewegen.

Im Vergleich zu den staatlichen Regelschulen zeigten die Waldorfschüler durchschnittlich mehr Motivation für die naturwissenschaftlichen Fächer. Außerdem haben sie eine „deutlich positivere Wahrnehmung ihrer eigenen naturwissenschaftlichen Fähigkeiten“ als dies im OECD und auch im Österreich-Durchschnitt der Fall ist. Sie weisen auch ein deutlich höheres Selbstkonzept als die Schülerinnen aller österreichischen Schulsparten auf, schreibt das Bildungsforschungsinstitut in seinem Bericht. Dieser wissenschaftliche Begriff umfasst das leistungs- und kompetenzbezogene Selbstbewusstsein der Schüler.

Für das positive Abschneiden machen die Wissenschaftler die in den Waldorfschulen angewandten anderen Unterrichtsmethoden verantwortlich. Zwei Drittel aller Waldorfschüler gaben an, Fragestellungen in Physik, Chemie oder Biologie auch im Labor zu untersuchen.

Dies sei in den Schulen im OECD-Schnitt „keine gängige Unterrichtspraxis“, heißt es im dem Bericht. Der österreichische Wert liege sogar noch darunter. In keiner österreichischen Schulsparte werde über „annähernd soviel Anwendungsbezug“ in den Naturwissenschaften berichtet wie in den Waldorfschulen.

Die Ergebnisse zum Naturwissenschaftsunterricht decken sich nach Angaben des österreichischen Bildungsforschungsinstituts auch mit einer in Deutschland durchgeführten Pilotstudie, die der vor allem Anschaulichkeit und Praxisorientierung sowie der Anwendungsbezug des naturwissenschaftlichen Unterrichts an den Waldorfschulen hervorgehoben wird.

Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, schreiben die Wissenschaftler, dass „die Regelschule von der Waldorfschule lernen kann, insbesondere, was den konkreten Anwendungsbezug in der Naturwissenschaft betrifft“. Empirische Untersuchungen zu dem Thema sollten verstärkt durchgeführt werden.

Bei der PISA-Studie 2006 standen erstmals die naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler im Zentrum der Untersuchung. Es beteiligten sich 57 Länder aus allen Kontinenten, als Kernländer nahmen alle 30 OECD-Staaten teil. In jedem Land findet PISA in zufällig ausgewählten Schulen statt. Dazu wird eine Stichprobe von mindestens 4500 Schülerinnen und Schülern des entsprechenden Alters (15-/16-Jährige) unter streng kontrollierten Bedingungen getestet.

Die Ergebnisse aus Deutschland wurden im November 2008 veröffentlicht. Eine gesonderte Auswertung für die Waldorfschulen gibt es hier nicht.

Die österreichischen Wissenschaftler verweisen in ihrem Bericht auch auf die in Deutschland erstellte Absolventenstudie von H. Barz und D. Randoll, nach deren Ergebnissen die naturwissenschaftlichen Berufe die zweitgrößte Gruppe erlernter Berufe nach dem Lehrerberuf bei Waldorfschülern darstellten. Dies sei angesichts des guten Abschneidens der Waldorfschüler bei der PISA-Studie zur naturwissenschaftlichen Kompetenz nicht überraschend, heißt es im Bifie-Bericht.

Weblink: www.bifie.at/pisa2006eb-9

Das Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel entwickelt eigene Lehrmittel für phänomenologische Großversuche im naturwissenschaftlichen Unterricht an Waldorfschulen.

Waldorfpädagogik auch bei Migrantenkindern erfolgreich

Bund der Freien Waldorfschulen stellt wissenschaftliche Studien vor – Deutschkenntnisse nach zwei Jahren ohne Unterschied

Bund der Freien Waldorfschulen stellt wissenschaftliche Studien vor – Deutschkenntnisse nach zwei Jahren ohne Unterschied

Stuttgart, 7. Mai 09. Die Waldorfpädagogik hat bei der Sprachförderung und Integration von Kindern mit Migrationshintergrund beachtliche Erfolge vorzuweisen. Außerdem ist sie ein geeigneter Weg, um mangelnde Motivation oder Schulverweigerung bei Grundschulkindern abzubauen. Dies geht aus zwei wissenschaftlichen Studien hervor, die der Bund der Freien Waldorfschulen am Donnerstag in Stuttgart der Presse vorstellte.

Eine Studie, die von Prof. Michael Brater (Alanus-Hochschule, Alfter bei Bonn) und anderen Autoren im Auftrag der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung (GAB) erstellt wurde, befasst sich mit der Interkulturellen Waldorfschule in Mannheim-Neckarstadt. Zwei Jahre lang wurden die Schüler der Interkulturellen Waldorfschule begleitet, Unterricht beobachtet, Lehrer und Eltern befragt sowie Sprachstandsanalysen durchgeführt.

Rund die Hälfte aller Schüler der Interkulturellen Waldorfschule haben einen Migrationshintergrund. Das Ergebnis der Forscher zeigt, dass sich nach zwei Jahren die Defizite in der Sprachkompetenz so weit vermindert hatten, dass sie statistisch nicht mehr feststellbar waren. Dieses Ergebnis erzielten die Mannheimer Waldorfpädagogen ohne spezielle Deutschkurse oder Sprachfördermaßnahmen, die sie wegen der damit verbundenen Aussonderung der Kinder eher ablehnen.

Verantwortlich machen die Wissenschaftler für den Erfolg vor allem die große Bedeutung, die der Sprachpflege in der Waldorfpädagogik beigemessen wird, aber auch den Ganztagsunterricht, den Unterricht in Projektform und die Einbeziehung der Sprache des Herkunftslands vieler Kinder im sogenannten begegnungssprachlichen Unterricht, einer Innovation der Interkulturellen Waldorfschule.

Eine Rolle spielt auch die Begrenzung des Anteils der Kinder mit Migrationshintergrund auf rund 50 Prozent, so dass den Migrantenkindern das Konzept eines „Sprachbades“ in Deutsch ermöglicht wird. Ähnliche Erfolge wie bei der Sprachförderung erzielt die Interkulturelle Waldorfschule nach den Ergebnissen der Studie auch beim Lernverhalten. Hier wurden Indikatoren beobachtet wie „Aufmerksamkeit“, „Selbständiges Arbeiten“ und „Unterrichtsbeteiligung“. Zu keinem Zeitpunkt sei ein Unterschied zwischen den Kindern mit und ohne Migrationshintergrund festzustellen gewesen, schreiben die Forscher.

Angemerkt wurde schließlich eine durchweg positive Entwicklung des Klassenklimas. Erstaunlich sei auch, wie die Tendenz zu Gewaltanwendung bei den Kindern aus dem sozialen Brennpunkt-Stadtteil Neckerstadt-West zurückgegangen sei. Die Forscher machen dafür die waldorfspezifischen Unterrichtsstrukturen verantwortlich, bei denen es keinen Notendruck und kein Sitzenbleiben gibt. Auch die zentrale Rolle des Klassenlehrers und die Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen spielten dabei eine Rolle.

Die Interkulturelle Waldorfschule wurde 2003 eröffnet, über die Hälfte der Lehrkräfte hat einen Migrationshintergrund. Zum Zeitpunkt der Studie lernten dort 183 Kinder in sieben Klassen. Da die Eltern sich nicht durch hohe Summen am erforderlichen Haushaltsbudget beteiligen können (40 Prozent Hartz-IV-Empfänger), müssen Stiftungen derzeit das bestehende Defizit mittragen. Dennoch schaffen die Eltern einen Schulbeitrag von durchschnittlich ca. 50 Euro aufzubringen. Der Bund der Freien Waldorfschulen nahm die Vorstellung der Studie zum Anlass, eine staatliche Vollfinanzierung der Waldorfschulen zu fordern. Nur so könne die Waldorfpädagogik auch anderen Kindern aus benachteiligten Familien zugute kommen.

Eine zweite Studie, die als Dissertation von Dr. Ulrike Luise Keller an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe entstanden ist, untersucht Erwartungen der Eltern und Befindlichkeit der Grundschulkinder vor und nach dem Wechsel an die Waldorfschule. Befragt wurden 478 Elternhäuser im Schuljahr 2004/05. Diese Studie zeigt, wie durch die Methodik des Unterrichts an der Waldorfschule fehlende Motivation, Schulangst oder –verweigerung abgebaut wurden bis hin zur Verminderung psychosomatischer Symptome.

Beide Studien belegen, dass die Waldorfpädagogik mit konsequenter Einzelförderung, Verzicht auf Sitzenbleiben und Orientierung an den Ressourcen der Kinder dem durch die moderne Erziehungswissenschaft geforderten Paradigmenwechsel in der Schullandschaft bereits jetzt entspricht.

Hier finden Sie die Zusammenfassungen der beiden Studien: Interkulturelle Waldorfschule und Quereinsteigerstudie

Literaturhinweis:

  • Brater, M., Hemmer-Schanze, Ch., Schmelzer, A., Interkulturelle Waldorfschule – Evaluation zur schulischen Integration von Migrantenkindern, VS Verlag Wiesbaden 2009
  • Ulrike Luise Keller Quereinsteiger – Wechsel von der staatlichen Regelgrundschule in die Waldorfschule, VS-Verlag Wiesbaden 2008

Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 213 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder.

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 90 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.

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